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Am ersten Oktober ist wieder internationaler Urtikaria-Tag!

Do better!

Der Kontakt zu Brennesseln ist sehr unangenehm: In kürzester Zeit entsteht ein juckender,
roter Hautausschlag. Medizinisch gesehen ist das eine Form der Nesselsucht (Urtikaria).
Eine Million Menschen im deutschsprachigen Raum und ca. 70 Millionen weltweit leiden
unter einer Nesselsucht, jedoch ohne, dass sie vorher mit Brennesseln in Kontakt
gekommen wären. Die Quaddeln und der unerträgliche Juckreiz treten bei diesen Patienten
von ganz alleine auf, in vielen Fällen täglich über Monate und Jahre. Es gehört nicht viel
Phantasie dazu, sich vorzustellen, wie ungemein quälend diese Krankheit ist.

Welt-Urtikaria-Tag 2021: Wen juckt's? Uns! 

Berlin, 21.09.2021 (GA2LEN UCARE Network).
Brennen, Jucken, Schmerzen – allein in Deutschland leiden etwa eine Million Menschen unter chronischer Urtikaria (Nesselsucht) und die Zahl wächst. Leider erhält die Krankheit noch immer zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Daher initiieren das GA²LEN UCARE Network, das Urtikaria Netzwerk (UNEV) und der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) seit 2014 jährlich am 1. Oktober den Welt-Urtikaria-Tag (UDAY). Mit zahlreichen Aktionen schärfen die Initiativen gemeinsam mit ihren weltweiten Partnern das Bewusstsein für das Krankheitsbild. Unter dem Motto „Wen juckt's? Uns!“ rufen sie Betroffene, Ärzt:innen und Interessierte dazu auf, den UDAY mitzugestalten. Mehr Informationen gibt es unter www.urticariaday.org

Die Urtikaria aus ihrem Schattendasein zu holen, Betroffene und Behandelnde zu animieren, sich auszutauschen und gemeinsam neue Lösungen gegen die Krankheit und ihre Symptome zu finden – das sind Ziele der Veranstaltungen und Angebote, die im Rahmen des UDAY weltweit stattfinden.

Überall abrufbar: Online-Webinare und -Vorträge rund um die Urtikaria

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf digitalen Initiativen. Dazu zählen unter anderen die UCARE-Videoreihe zum Thema „Urtikaria und COVID-19“, die On-Demand-Webinare von Dermatologen der Charité - Universitätsmedizin Berlin (beide ab dem 1. Oktober abrufbar auf dem UDAY-YouTube-Kanal urticariaday => www.youtube.com/channel/UCm8phRMV5JOJ7AQvnrxxQPA), die Nesselsucht-Urtikaria-Woche des DAAB (Anmeldung unter www.online-urtikariawoche.de) sowie das Tik Tok Live Event „Everything you ever wanted to know about urticaria – now is the time to ask!” von @letmeaskmydad am 1. Oktober um 20:00 Uhr. Das GA²LEN UCARE Network hat zudem ein informatives Urtikaria-Quiz entwickelt, das über die App Actionbound => actionbound.com/bound/UDAY2021 (#UDAY2021) in mehreren Sprachen abrufbar sein wird.

Initiative ergreifen: Eigene UDAY-Aktionen umsetzen

Der UDAY soll als Startschuss dienen, selbst zu aktiv zu werden. Jede:r ist dazu eingeladen, den Tag auf ihre:seine Weise zu gestalten und eigene, auch dauerhafte UDAY-Projekte wie zum Beispiel eine Selbsthilfegruppe zu starten. Denn jeder Beitrag zählt und kann langfristige Veränderungen herbeiführen. Initiatoren können unter der Kategorie „Events“ ihre Aktivitäten direkt auf der UDAY-Website veröffentlichen (https://www.urticariaday.org).

Urtikaria verstehen: Wenn’s brennt und juckt

Kalter Wind, ein heißes Bad, schweißtreibender Sport – viele Menschen reagieren auf alltägliche Situationen mit einem juckenden Hautausschlag, der von Schwellungen begleitet sein kann. Jeder Vierte ist irgendwann in ihrem/seinem Leben von einer Urtikaria betroffen. In den meisten Fällen heilt diese innerhalb weniger Wochen wieder ab (akute Urtikaria). Bei rund einem Prozent halten sich die Symptome jedoch länger und die Krankheit wird chronisch. Zumeist bricht die chronische Urtikaria zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr aus; es sind aber auch viele jüngere Menschen betroffen. Dabei erkranken Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer.

Hoher Leidensdruck: Im Alltag stark belastet

Die plötzlich auftretenden intensiven Rötungen, Quaddeln und/oder Schwellungen an der Haut schränken die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein und haben deutliche Auswirken auf alltägliche und berufliche Aktivitäten: So kann die chronische Urtikaria sich negativ auf Sozialleben, Schlafqualität, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit auswirken sowie psychische Leiden verursachen.

Der Krankheit begegnen: Fachzentren aufsuchen

Leider scheuen viele Betroffene aus Scham oder früheren Therapiemisserfolgen davor, ihre Krankheit ärztlich behandeln zu lassen. Dabei gibt es zunehmend auf Urtikaria spezialisierte Hautzentren, z. B. die GA²LEN Urtikaria Exellenzzentren (abrufbar unter www.ga2len-ucare.com/centers.html ), der Therapiefortschritt bei der Behandlung von chronischer Urtikaria ist beachtlich und Symptomfreiheit mittlerweile das Behandlungsziel.

Über das GA²LEN UCARE Network

Das GA²LEN Urticaria Center of Reference and Excellence Network (GA²LEN UCARE Network) ist ein internationales Netzwerk von Referenz- und Exzellenzzentren für Urtikaria (UCAREs), deren gemeinsames Ziel es ist, die Behandlung der Urtikaria zu verbessern. Dabei liegt der Fokus auf gemeinsamen Diagnose- und Behandlungsrichtlinien, auf Forschungs- sowie Aus- und Fortbildungsaktivitäten von Ärzt:innen wie Patient:innen, aber auch darauf, das öffentliche Bewusstsein für das Krankheitsbild der Urtikaria zu schärfen. Mehr Informationen unter www.ga2len-ucare.com.

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Das Bildmaterialanbeistehtzur redaktionellen Nutzung unter Angabe derfolgendenQuelle kostenfrei zur Verfügung: Urticariaday.org Veröffentlichung honorarfrei–Belegexemplar erbeten: Enable JavaScript to view protected content.

Pressekontakt:

Laura Schwenner             -              Enable JavaScript to view protected content.Rebekka Locke                 -              Enable JavaScript to view protected content.
GA2LEN UCARE office
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin, Germany

www.ga2len-ucare.com

1Weller, K.et al.(2010). Chronische Urtikaria. Prävalenz, Verlauf, Prognosefaktoren und Folgen.Der Hautarzt, 9 (61), S. 750-757.
2Maurer M, WellerK, Bindslev-Jensen C et al. Allergy 2011; 66:317-330; Staubach P, Eckhardt-Henn A, Dechene Met al. Br J Dermatol 2006; 154:294-298.
3Weller K, Balp MM, Hollis K et al. Studie ASSURE-CSU, Poster „P030“ präsentiert auf demJahreskongress der DDG, 29.04.-02.05.2015, Berlin; Balp MM, Jeffrey V, Jaijun T et al. StudieSOLVE-BOI, Poster präsentiert auf dem World Congress of Dermatology (WCD), 08.06.–13.06.2015, Vancouver, Kanada.
4Weller K, Balp MM, Hollis K et al. Studie ASSURE-CSU, Poster „P030“ präsentiert auf demJahreskongress der DDG, 29.04.-02.05.2015, Berlin.

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Die Diagnose und Behandlung einer Urtikaria stellt Patienten und Mediziner vor eine große Herausforderung, da ihr eine große Vielfalt an Auslösern und Ursachen zu Grunde liegen kann. Bei maximal 70% der Patienten gelingt es nach einer aufwendigen Untersuchungsreihe eine Ursachen zu identifizieren. Und selbst dann ist nur bei einem Teil der Patienten eine kurative (heilende) Therapie möglich, beispielsweise durch eine antibiotische Therapie. In allen übrigen Fällen muss eine symptomatische Therapie durchgeführt werden. Obwohl es mittlerweile gut wirksame und verträgliche Behandlungsmöglichkeiten gibt, erhalten viele Patienten noch unzureichende oder nebenwirkungsreiche Therapien, wie beispielsweise Kortison über lange Zeiträume.

Um die Patienten mit Urtikaria mehr in den Fokus zu rücken, auf die Krankheit und ihre bestmögliche Behandlung aufmerksam zu machen, initiieren das urtikaria network - UNEV und der Deutsche Allergie- und Asthmabund – DAAB  den dritten Welt Urtikaria-Tag, am 1. Oktober 2016.

Weltweit finden Ärzte- und Patientenveranstaltungen zum Thema Nesselsucht statt. Betroffene, Selbsthilfegruppen und Angehörige von Gesundheitsberufen und uberhaupt jeder der mit machen möchte, kann sich auf der Internetseite zum Welt-Urtikaria Tag www.urticariaday.org informieren.

Weitere Infos (Experten- oder Betroffenen Interviews, weiterführenden Texte oder Alltagtipps erhalten Sie bei der Pressestelle:

  • Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB
    Sonja Lämmel Enable JavaScript to view protected content.
  • Urtikaria Netzwerk (UNEV)
    Prof. Dr. med. Markus Magerl, Enable JavaScript to view protected content.PD Dr. Petra StaubachEnable JavaScript to view protected content.

Der DAAB, gegründet 1897 und mit Sitz in Mönchengladbach, ist die größte und älteste Patientenorganisation im Bereich Allergien, Asthma und Neurodermitis. Zurzeit hat die Organisation 18.000 Mitglieder. Hauptausgabe ist die Betreuung Allergie- und Asthmakranker Personen, Verbraucherschutz in Bezug auf unseriöse Angebote im Bereich Allergologie, Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit, Verbindungsstelle unterschiedlicher Berufsgruppen im allergologischen Bereich (Netzwerker). Der DAAB arbeitet unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Zwecke.

Das Urtikaria Netzwerk ist eine Plattform die Patienten und Ärztehilft sich zu treffen und sich gemeinsam für die Urtikaria stark machen. Auf der Internetseite www.urtikaria.net hat jeder Betroffene und jeder, der sich für die Erkrankung interessiert, die Möglichkeit, Wissenswertes über das Krankheitsbild zu lernen, Neuigkeiten dazu zu erfahren, und mit anderen Betroffenen oder mit „Urtikaria-Ärzten“ zu kommunizieren.

GA²LEN, das Global Allergy and Asthma European Network, hat kürzlich ein Programm zur Entwicklung, Interaktion und Akkreditierung von Referenz- und Kompetenzzentren in speziellen Allergiebereichen gestartet. Der erste gewählte Bereich ist die Urtikaria. Referenzzentren und Exzellenzzentren für Urtikaria (UCAREs) können dazu beitragen, das Management schwer zu behandelnder Krankheiten wie Urtikaria zu verbessern. Die Hauptziele von GA²LEN UCAREs sind die Bereitstellung von Spitzenleistungen im UrtikariaManagement, die Erhöhung des Wissens über Urtikaria durch Forschung und Ausbildung und die Förderung des Bewusstseins für Urtikaria durch Lobbyarbeit.

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